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| Es geht immer ein Traum
voraus ... |
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Direkt aus Bolivien
Folgende Nachrichten haben wir direkt
aus Bolivien im Tagebuch eingetragen:
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Samstag, 12. Juli 2008
Es ist wieder soweit.
Wir starten
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Was uns bewegt, sind nicht nur das Abenteuer und
die Kameradschaft, es sind auch die Träume, die
Sehn-Sucht, die Weitblicke ... die Botschaften
der Berge; heile Orte, wo das Wesenhafte noch
einen Zuspruch finden kann, wo das Endliche und
das Ewige sich vereinen und zu
Offenbarungsstätten des Seins werden können...
Freilich, die uns vertrauten Berge der Heimat
hüten all diese Botschaften. Und doch: Die
geheimnisvollen, strahlenden Berge der Ferne
ziehen uns an, sie laden uns ein. Auch sie
wollen uns ihr Lichtungsspiel zwischen
Verborgenem und Unverborgenem offenbaren, wo
sich dann, im Schoße der "Pachamama" (Mutter
Erde) unvergessliche Begegnungen ereignen.
Darauf freuen wir uns sehr. Und den weißen
Wolken am Himmel werden wir die schönsten
Gedanken an unsere Liebsten überlassen. (Roman)
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Dienstag, 15. Juli 2008
Wir sind in La Paz
Am Wege nach Tiwanaku durften
wir am Altiplano die weiten Ebenen und die
strahlenden Gipfel der Cordillera erleben.
Höhepunkt war dann die tolle Begegnung mit den
einsatzfreudigen Entwicklungshelfern in El Alto.
Wir konnten feststellen, dass durch unseren
Beitrag sehr interessante Entwicklungen im Gange
sind, wo sich junge Leute voller Idealismus mit
dem Aufbau einer gerechteren, humanen
Gesellschaft bemühen.
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Mittwoch, 16. Juli 2008
Stunden der Heimat
auf der Sonneninsel am Titicacasee
Verständlich, dass in dieser
strahlenden Lichtungsstätte auf 4000 Metern die
Inkas das Zentrum ihres Kosmos, ihr Paradies
hatten.
Wir durften es für einige Stunden erleben:
Großartige Stunden des Daseins, die Teil des
zeitlich Unendlichen einer echten Heimat
geworden sind. (Roman)
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Samstag, 19. Juli 2008
2 Tage in Titijoni
Nach den grandiosen
landschaftlichen Eindrücken am Titicacasee, ging
es am Mittwoch weiter Richtung Titijoni. Kontakt
mit der Außenwelt gibt es dort keinen mehr.
Daher unser langes Schweigen. Nach einer langen
Anfahrt und einem abenteuerlichen Marsch im
Dunkeln, sind wir dann endlich in unserem
Patendorf eingetroffen.
Einen unvergesslichen Festtag durften wir dann
am Donnerstag erleben. Wie schon vor 5 Jahren,
gab es einen herzlichen Empfang, ein großes
Dorffest, und wir konnten den ganzen Tag mit
Gross und Klein feiern. Aus den strahlenden,
schwarzen Augen der vielen Kinder konnten wir
erkennen, dass es für sie ein großer Tag der
Freude war...
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Samstag, 19. Juli 2008
Freitag, 18.7. -
Besuch in Ambana
Nach dem Frühstück verlassen
wir das Jugendzentrum von Titijoni und wandern -
begleitet von den 2 Dorfvorstehern - für gut 2
Std. hoch zum Pass auf 4300 Metern, wo der Bus
auf uns wartet. Über holprige, staubige Pisten
mit einigen Abgründen fahren wir hinab nach
Ambana, einem Dorf auf ca. 3600m wo auch das vom
Land Südtirol finanzierte Projekt zum Schutz der
Kinder und Jugendlichen durchgeführt wird. Das
Treffen mit den "Autoritates" und dem Pfarrer
des Dorfes verdeutlicht uns die vielen sozialen
Probleme der Gegend.
Über einen hohen Pass erreichen wir am späten
Abend Corobuco, wo wir in einer sehr
bescheidenen Gaststätte übernachten.
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Samstag, 19. Juli 2008
Es geht in die Berge!

Die Condoriri Gruppe in der
Cordillera Real soll uns einen alpinen, oder
besser gesagt "andinen" Einstieg in die höhere
Bergwelt Boliviens eröffnen.
Nach 4 Std. Fahrt erreichen wir den Lago Tuni
auf ca. 4100m wo wir dann Esel und Lamas satteln
und ins Basislager auf 4600m aufsteigen. Am
Sonntag und Montag werden wir einige
Gletscherberge dort versuchen. Vermutlich werden
wir wieder keinen Kontakt zur Außenwelt haben,
sodass wir uns erst am Dienstag wieder melden
werden.
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Dienstag, 22. Juli 2008
19.-22. Juli -
Bergsteigen in der Condoriri Gruppe
Das war ein großartiger
Einstieg in die bolivianische Bergwelt! Die
Condoriri Gruppe hat uns mit landschaftlichen
Eindrücken der Extraklasse beschenkt und wir
konnten zwei tolle 5000er bei bestem Wetter
besteigen.
Jetzt geht`s Richtung Sajama. Morgen werden wir
im Lauca Nationalpark in Chile unterwegs sein,
ehe wir dann den Parinacota versuchen werden.
Allen liebe Grüße,
die "Soalschoft"
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Sonntag, 27. Juli 2008
Lichtungsstätte
Sajama
Es ist finster als wir am späten Abend in
Sajama eintreffen.
Was für ein Ort des Lichtes dürfen wir am Morgen
erblicken!
Das kleine Dörfchen Sajama auf 4300m liegt in
einer weiten Ebene eingebettet von hohen
Vulkanen. Östlich, genau dort wo die Sonne
aufgeht, tront mächtig der Sajama mit seinen
eisgepanzerten Flanken in die Höhe. Er ist der
heiligste unter den Bergen der Umgebung.
Gegenüber, im Westen, ragen die Zwillinge
Parinacota und Pomerape in den Himmel. Hier muss
vor einigen Millionen Jahren die Hölle los
gewesen sein!
Vier Farben bestimmen diese magische und
zugleich bescheidene Landschaft:
- Das Blau des wolkenlosen Himmels,
- das Weiß der höchsten Gipfel,
- das rotgetönte Dunkelbraun der Vulkane
- und das Oker der weiten, trockenen Ebene. Ein
zauberhafter Ort! Ganz klar, dass für die
Einheimischen hier auch die Götter gegenwärtig
sind. Klar ist auch, dass so ein Ort zur
Besinnung, zur Gelassenheit, zum Zuhören
einlädt. Auch zum Dichten. So ist hier in den
Morgenstunden ein Gedicht des
Soalschoft-Freundes Helmut entstanden:
SAJAMA - IN DEINEM LICHT
Mächtig u. alt
prächtig u. kalt
massig u. breit
Wächter der Zeit
Wächter der Welt
bedroh mich nicht
sondern, birg mein Gesicht
in deinem Licht
Morgen - ge - dicht
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Sonntag, 27. Juli 2008
Freitag, 25. Juli -
Parinacota 6.350m - Ort der Flamingos
Für die Indios sind die Berge heilig - ein
Ort der Götter.
Bereits um Mitternacht starten die Soalschofts-Mitglieder
mit Jeeps bis auf eine Höhe von 4800m. In der
klaren Nacht steigen wir am Basiscamp vorbei,
wir nehmen uns vor ohne Zwischenlager die 1500
Höhenmeter zu überwinden. Die steile Ostflanke
erweist sich besonders mühsam. Geröll und Sand
erschweren das Weiterkommen. Ab einer Höhe von
5500m leistet das Büsereis zähen Wiederstand.
Die dünne Luft in der zunehmenden Höhe zährt
zudem an unseren Kräften.
Doch der Sonnenaufgang am gegenüberliegenden
Sajama und das erfrischende Morgenlicht verleiht
neue Kraft und die Hoffnung, den Gipfel zu
erreichen. Die Neugier, am Berggipfel den
riesigen Krater zu bestaunen, treibt uns weiter.
Körperliche Beschwerden wie Brechreiz,
Durchfall, Schwäche gilt es zu überwinden. So
gelingt es 11 Soalschofts-Mitgliedern den Gipfel
zu erreichen. Freudig und stolz schließen wir
uns in die Arme und wünschen ein BERG HEIL! Ein
heiler Ort mit einem Überblick über die weite
Hochebene und die vereisten Vulkanberge. Der
tiefe Kraterschlund mit der Farbenvielfalt gibt
Einblick in verschiedene Ausbruchschichten. Nach
einem gemeinsamen Gipfelfoto beginnt der
Abstieg. Das labyrinthartige Büsereis erweist
sich als Tortur und ist zudem gefährlich. Müde
kehren wir von diesem 6000er zurück, im Dorf
Sajama freuen sich die Soalschoftsgefährten über
die heile Rückkehr. (Heini)
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Sonntag, 27. Juli 2008
Freitag, 25.7. - Die
Lehre der Aymara-Frau

Leonor ist eine seltsame, bescheidene,
licht-, liebe- und zugleich kraftvolle
Aymara-Frau, die uns tagelang begleitet hat. Sie
hat für uns gesorgt als gute Köchin, als
Medizin-Frau und als Weise.
Gerade am Tag der Parinacota Besteigung, gleich
nach der Rückkehr, lernt sie uns, dass es zum
Anstand eines Menschen gehöre, den Berg um
Erlaubnis zu fragen, bei ihm anzuklopfen, genau
wie man es an einer fremden Haustür macht.
Haben wir das je getan? Macht das überhaupt der
abendländische Bergsteiger? Oh, was für Diebe
wir sind! Wie oft stehlen wir die Seele des
Berges und versteinern sie ins Gegenstandhafte,
im Konsum!
Nicht nur das Göttliche haben wir getötet;
getötet haben wir auch seine Offenbarungsstätte:
DEN BERG!
Mancher von uns wird in Zukunft am Berg mit
Anstand anklopfen und ihm mit Respekt begegnen!
(Roman)
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Sonntag, 27. Juli 2008
Sonntag, 27.7. Wir
sind am Salar de Uyuni
Sajama: Die Strapazen am Parinacota, die
Motivation, der Wind, Gesundheitsprobleme, ...
und nicht zuletzt die schlechten Ohmen, zwingen
uns zum Nachgeben: der Sajama wird für uns ein
"heiliger Berg bleiben" und wir entscheiden uns
einstimmig für die gemeinsame Fahrt nach Uyuni.
Nach einer langen Fahrt am Samstag werden wir
nun diesen einmaligen Ort erleben und euch dann
auch kurz berichten. Es geht uns allen gut!
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Mittwoch, 30. Juli 2008
Dienstag, 29.07. -
Zurück von der Salar de Uyuni Tour
Drei tolle Tage durften wir im aüßersten
Süden Boliviens erleben: Die einmalige weißen
Landschaft des Salzsees Salar de Uyuni, die
surreale Insel mit den vielen alten Kakteen, die
Seen über 4000 Metern mit den unzähligen
Flamingos, Vulkane, Gaysire, Wüsten ... und die
Begegnung mit Land und Leuten in einer einsamen,
faszinierenden Gegend.
Noch heute in der Nacht starten wir Richtung La
Paz wo wir, so Gott will, am Mittwoch Nachmittag
ankommen werden.
Das diesjährige Bolivien-Erlebnis neigt sich so
dem Ende zu. Es werden natürlich wieder viele
Bilder und Videos folgen.
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Freitag, 1. August 2008
Wir sitzen in
Buenos Aires fest
Es geht uns nicht schlecht hier im
Hotel Sheraton (che lusso !!!). Da das
Flugzeug der Iberia eine Panne hat,
müssen wir hier in Buenos Aires einen
Zwangstop einlegen. Wir werden somit
erst am Sonntag Abend in München
eintreffen. Wir freuen uns auf das
argentinische Originalsteak. Bis bald
Mittwoch, 30. Juli 2008
Dankeschön!

Wir alle danken herzlichst für die
vielen netten und liebevollen
Nachrichten und Glückwünsche, die ihr
uns im Gästebuch sowie per E-Mail
übermittelt habt.
So schön es auch in diesem fernen Land
sein mag, aber "Dahoam isch dahoam"!
Wir haben euch oft in unseren schönsten
Gedanken eingeschlossen!
Bis bald
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| Wir danken für die freundliche
Unterstützung: |
Raiffeisen
Obervinschgau
Mountain Spirit
Maßtischlerei Oberland
Despar Dietl Mals
Druckerei Kofel
Gruber & Telfser
Sesvennahütte
Weiss Sport Schlanders
Zwick Optik |
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