3. Tag
Vom Shira- zum Barranco Camp
über Lava Tower 4.600 m



Steinwüstenzone

Kalter Mittag über 4000

Der Lava Tower 4600m

Der erste Gipfel in Afrika

Abstieg im Schneeregen

Senecien

Kibo vom Barranco Camp

Zelten am Kibo

  

Shira Camp  3800 m  -   Lava Tower 4.600 m   -  Barranco Camp 3950 m 
Höhenunterschied: 800m          Gehzeit: 6 Std.

Kalt ist es in der Früh: Wir schlüpfen aus den reifbedeckten Zelten und warten ungeduldig auf die ersten wohltuenden Sonnenstrahlen. Der Kibo-Gipfel sieht zwar zum Greifen nah aus, doch es fehlen noch drei Tage. 
Von der Shira-Hütte geht es nach dem Frühstück zunächst ca. 5 km mit geringer Steigung ostwärts Richtung Kibo-Hauptgipfel. Die Gegend wird immer trostloser, alles ist umhüllt von einem dichten Nebel. Wir erreichen einen langen Lavarücken mit Lavasteinen und Sand, der uns zum Lava-Tower führt. Die Vegetation ist hier oben spärlicher.  Nach etwa 3 Stunden Marsch gibt es eine Mittagspause. Wir sammeln uns wieder um das grüne Tischtuch, werden aber bald von dem unfreundlichen, kalten und feuchten Wetter vertrieben.   "Pole-pole" (langsam) ziehen wir im Schneeregen weiter aufwärts. Der Aufstiegspfad wird etwas steiler und wir erreichen eine Höhe von ca. 4600 Metern. Wir merken deutlich, dass die Luft dünner geworden ist. Hinter dem Sattel findet sich, windgeschützt durch große Felsblöcke, ein guter Rastplatz. Der markante Felsturm des Lava Tower zieht einige von uns an und nach einer kurzen Klettertour gibt es das erste "Berg Heil" auf dem afrikanischen Kontinent!  Nach der Akklimatisationsrast geht es wieder weiter. Der Pfad führt uns nun zunächst wieder ca. 500 Höhenmeter den Berg hinunter, bis wir kurz vor der Barranco-Hütte auf den South-Circuit stoßen. Dieser südliche Kibo-Rundweg, der uns zwei Tage später in östliche Richtung bis zur Barafu-Hütte führen wird,  ermöglicht uns eine gute Höhenanpassung. Je weiter wir nach unten kommen, wird das Tal immer grüner. Unbekannte Pflanzen und üppige Senecienwälder  prägen jetzt das Bild dieser paradiesischen Gegend, wo in einer herrlichen Mulde das Barranco Camp (3.950 m) liegt. Riesig wirkt von hier der Kibo mit seinen gewaltigen Südgletschern. Wir schlagen unsere Zelte in der Nähe eines Bächleins auf, wo wir uns wieder anständig sauber machen können. Es ist das schönste Camp am Kilimandscharo.   Schade, dass der Gipfel beim Sonnenuntergang noch immer im Nebel verborgen bleibt.